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Duft und Frequenz, Klang und Aroma, Partikel und Parfums: Datscha Radio wird bei seiner radio-sensorischen Erkundung des nächtlichen Gartens einen Schritt weiter gehen. Wie könnten Düfte in Radio übersetzt werden?

Düfte und Frequenzen reisen beide durch die Luft. Sie sind Medium und Botschaft in einem, sie sind Teil unserer Sinneswahrnehmung und rufen Reaktionen, Signale und Begegnungen hervor. Sie durchdringen die Gegenwart mit ihrer Präsenz und bleiben doch flüchtige Erfahrungen in der Zeit.
In einer Nacht gegen Ende Juli/Anfang August wird Datscha Radio sich der ephemeren und sinnlichen Natur der Gerüche widmen, aber auch ihre Funktion als Kommunikationsagenten zwischen der Welt des Menschen und des Nicht-Menschlichen untersuchen.

Zur Zeit arbeiten wir an der Vorbereitung:

  • – Datum kommt noch (bald)
  • – ein Open Call ist geplant um Künstler*innen einzuladen, ihre duftbezogenen Kompositionen mit uns zu teilen
  • – oder direkt für Auftritte in den Datscha-Garten zu kommen
  • stay tuned !

Sendezeit: Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.

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Der Himmel war noch hell, als wir mit dem „Nachtgärtnern“ begannen. Während wir aufbauten schien die Sonne auf das Geländer der Veranda, wo ein kleiner Herd aufgestellt war, daneben Flaschen mit Wein und Marien- und Maikäfer aus Schokolade. Leonie Roessler war den langen Weg von Den Haag gekommen und hatte ihren Sampler und Rechner mitgebracht. Wir unterhielten uns…. und dann, exakt um 20:32 Uhr zu Sonnenuntergang und mit der Abenddämmerung, die sich aus den dunkleren Ecken des Gartens hinaus auf den Rasen wagte, kam der Moment um on Air zu gehen.

Leonie Roessler setting up

Unser Eröffnungsstück war ein dreistimmiges Madrigal aus dem 16. Jahrhundert des Komponisten Thomas Weelkes, gesungen vom Berliner Chor “Singlust” und mit dem passenden Titel “The Nightingale”. Geschrieben für Sopran, Alt und Bariton, entschwebten die Melodiestränge in die Abendluft zusammen mit dem Duft des blühenden Flieders über den Gartenzaun und darüber hinaus in die benachbarten Kleingärten der “Kolonie Britzer Wiesen”. Denn diesmal finden die Iterationen von Datscha Radios „Nachtgärtnerns” jeweils in einem anderen Berliner Garten statt… und Kate Donovans “Datscha” war für seine Nachtigallenpopulation bekannt.

…with the sun still shining.

Von da ab entspannen sich neun Stunden nächtlicher Radiokunst. Während und zwischen den Auftritten tranken wir Champagner (zur Feier des kürzlich gewonnenen Preises für das Projekt) und heißen Tee und besprachen, was wir über diesen berühmten Vogel wussten, beginnend mit einer Einführung von Kate über die erste Nachtigallen-und-Musikaufnahme, die damals in London gemacht wurde und bei der Beatrice Harrison das Cello spielte.

Leonies Beitrag war eine Klanglandschaft, die sie exklusiv für diesen Abend komponiert hatte. “Copper and Song” basierte auf ihrem Besuch in Isfahan im Iran, wo sie den Basar der Kupferschmiede besuchte und dabei feststellte, dass fast jeder von ihnen einen Käfig mit einer Nachtigall besaß, die das Hämmern mit ihrem Gesang begleitete. In unserem späteren Gespräch bezweifelten wir allerdings, dass es für die Vögel ein Vergnügen wäre mit so viel Lärm zu leben, und wir dachten über den zufälligen Inhalt von Feldaufnahmen nach, die oft einem ursprünglich ganz anderen Zweck hätten dienen sollten.

Artists and Guests

Währenddessen besuchten uns neugierige Gartennachbarn, Kassia Justka und Peggy Sylopp tauchten als Überraschungsgäste auf, Rosanne Lovell betrat den Garten mit ihrem Laptop und einer Klarinette, und Walter Schulte erschien mit zwei sehr beeindruckenden Koffern, die kurz darauf ihren bedeutsam blinkenden Inhalt enthüllten.

JD Zazie and Mat Pogo

JD Zazie und Mat Pogo materialisierten sich aus der Dunkelheit und begannen, ihre Ausrüstung aufzustellen. Der ursprüngliche Zeitplan hatte Niki Matita und Walter Schultze zu dieser Stunde vorgesehen, doch Schulzes Synth und Niki Matitas Performance-Lesung erforderten nun mal Vorbereitungszeit. “Domestic Nightingale” von JD Zazie und Mat Pogo basierte auf Samples von Nachtigallen, die modifiziert, remixed, beschleunigt und verzögert wurden. Muster erschienen und verschwanden wie Wirbel in einem schnell fließenden Bach: Ein sehr schönes Konzert!

In it a nightingale is hiding.

Secret-en-plein-aire von Walter Schulze und Niki Matita erwies sich als zweiteilige Performance. Schulzes Synthesizer blinkten in allen Farben des Spektrums, während sie eine Reihe von Berliner Nachtigall-Feldaufnahmen in ihrem Inneren bearbeiteten. Soweit ich es (auf Nachfrage bei Niki) verstanden habe, benutzte Schulze das Signal der Hüllkurven, um die Töne zu modulieren…. und die Maschine zwitscherte und sang, live kommentiert von Niki, die gelegentlich mit an den Knöpfen drehte. Für ihren Text “Die Nachtigall vs. der Nachtigall” hatte sie ein eigenes Klangnest vorbereitet, darunter eine Sopran-Nachtigallinterpretation aus den 30er Jahren.

Lukatoyboy’s 7″ bird vinyl collection

Lukatoyboy kam auf spontane Einladung von Frau Matita, nachdem sie sich ein paar Tage zuvor auf der Straße getroffen hatten, und brachte einen tragbaren Plattenspieler und zwei Walkie-Talkies mit. Als echter Überraschungsgast war er null überrascht vom Thema der Nacht und extrahierte mindestens ein Dutzend 7-Zoll Vogelstimmenvinyls aus seinen Taschen. Seine Performance war ausgesprochen vielseitig: Die Platten wurden zerkratzt und gespielt, während ein kleines Diktiergerät als Loop-Maschine diente. Es entstanden solche abenteuerlichen Sequenzen – Vogelgesang und eingestreute Stimmen von Naturforschern und Vogelbeobachtern. Danach übernahm Niki Matita doe Rolle einer Expeditionsleiterin auf dem Walkie-Talkie und führte Luka (anderes Walkie-Talkie) und JD Zazie (Mikrofon an langem Kabel) hinaus in den Garten und darüber hinaus, um den Geräuschen der nächtlichen Gartenkolonie nachzugehen.

Rosanna Lovell

Während die Temperaturen allmählich auf 12 Grad absanken (gefühlte 8 Grad), zogen wir und die Künstler*innen Schicht für Schicht warme Kleidung über: Strumpfhosen, Pullover, Westen, Hüte und Kapuzenpullover (mit roten Ohren). Radio-Adrenalin hielt uns in Schwung. Rosanna Lovell war die letzte Live-Künstlerin, und sie brachte eine exquisit recherchierte Auswahl von Oliver Messians Kompositionen mit, die er aus Vogelstimmen abgeleitet hatte. “Vogelgesang und Notation” wurde gefolgt von Rosannas Klarinetteninterpretation einer Nachtigallen-Partitur, die ich 2014 für Datscha Radio konzipiert hatte (Das Instrument musste erst aufwärmt werden, indem sie es unter ihrer Jacke versteckte wurde, bevor es gespielt werden konnte.).
Nachdem wir bereits so vielen verschiedenen, feldaufnahmenbasierten und teils elektronisch verarbeiteten nachtigallischen Gesangsstücken gelauscht hatten, fanden wir es immer noch erstaunlich, wie sehr die “Essenz” der melodischen Triller, Pausen und Pfiffe dieses Vogels in den verschiedenen Interpretationen erhalten blieb.

Leonie and JD Zazie

Mitternacht vorbei wandten wir uns Gesprächsthemen und Kompositionen zu, die Kate und ich im Vorderfeld gesammelt hatten: Das Interview mit dem Künstler David Rothenberg wurde von zweien seiner Werke eingerahmt, die er für seine Arbeit „Nightingales in Berlin“ in verschiedenen Parks eingespielt hatte, gefolgt von einer Komposition von Felicity Mangan, die ihn auch während einer seiner nächsten Präsentationen begleiten würde (16. Mai in der Zabriskie Buchhandlung in Berlin). Udo Noll hatte eine “eklektische Mischung” von Nachtigall-Feldaufnahmen aus seinem aporee.org-Archiv beigesteuert, die Teil einer umfangreichen Hörsitzung zu weiteren Feldaufnahmen waren – eine davon von einem in Charlottenburg an Schlafmangel verzweifelnden Künstler aufgenommen.

Herr Schulze and Lukatoyboy

Die frühen Morgenstunden waren da. Ein leichter Regen fiel und draußen in einem Blumentopf ruhte ein Mikrofon unter einem Regenschirm, um die Umgebungsgeräusche der Britzer Wiesen aufzunehmen. Entfernte Vogelstimmen mischten sich mit dem Geräusch von noch weiter entferntem Verkehr und mysteriös murmelnden Geräuschen und begleitet von dem prasselnden Echo der Regentropfen auf der gespannten Haut des Schirms. Der Garten war ruhig, die Künstler fort, unsere Pressedame Helen hatte sich auf ein Bett im Inneren zurückgezogen. Zeit zum Geschichten erzählen und Gedichte lesen…. und für eine weitere Einspielung des Nachtigallenchors und Überlegungen zur Vogelmusik. Wer noch wach war, konnte danach Keats’ “Ode an eine Nachtigall” (zweisprachig), der grausigen Geschichte von Ovid’s Philomela oder dem Märchen „Die Rose und die Nachtigall” von Oscar Wilde lauschen, um nur einige zu nennen.

Umbrella at 4:30 with microphone

Gegen 4:30 Uhr begann der Garten wieder aufzuwachen: Das Lied der Nachtigallen vermischte sich mit den Guten-Morgen-Rufen eines Krähenschwarms und dem Gurren der Holztauben und das Grau der Wolken wurde heller. Um 5 Uhr bemerkten wir, dass unsere Stimmen und Gedanken ziemlich langsam geworden waren. Gute Idee, hier auf einen von Niki Matitas Luciana-Mixen zurückzugreifen, von denen sie mehrere vorbereitet hatte. Jazzige Melodien, Vogeltangos und klassische Interpretationen zur Nachtigall waren viertelstundenweise portioniert worden, um das Thema in populärer (und weniger populärer) Musik zu präsentieren.

5:27: Wir hatten es fast geschafft! Knapp blieb die Zeit für eine kurze Vorschau auf Datscha Radios zweites Event von “Night Gardening” über die „Düfte der Nacht“ und für den letzten Mitschnitt von Thomas Weelkes erstaunlichem Nachtigallen-Madrigal, gesungen vom „Singlust“-Chor unter der Leitung von Andrea Eckhardt. Ein Knistern und Knacks: Die „Nacht der Nachtigallen“ war vorüber!

Kate Donovan happily enjoying her coffee the morning after

Genau in diesem Moment landete eine Nachtigall auf dem Busch neben der Veranda und begann mit aller Macht zu trällern…. und wir lauschten weiter…

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Liebe Alle, für heute haben wir fertig gegärtnert… und ruhen uns ein wenig aus. Neun Stunden währte diese Nacht, angefüllt mit Nachtigallgesang, leisem Regen, Geplauder, Speis und Trank und einem wirklich überwältigendem Line-up an KünstlerInnen und Künstlern! Es war toll – und ja, es wird die Aufnahmen bald online geben und auch eine Bildergalerie. Datscha Radio bedankt sich aufs Schönste bei:

Andrea Eckhardt und dem Chor Singlust, Leonie Roessler, Rosanna Lovell, Walter Schulze, JD Zazie und Mat Pogo, David Rothenberg, Felicity Mangan, Katt Hernandez, Udo Noll und Lukatoyboy.

P. S.: Der Vogel auf dem Bild ist eine echte Britzer-Wiesen Nachtigall und verabschiedete sich laut tönend von uns, als wir unser Gepäck zurück in die Straßen der Stadt trugen.
Mehr in Kürze :)

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Datscha Radio wird 2019 mit dem Preis der künstlerischen Projekträume und -initiativen geehrt und gehört damit zu den 20 Berliner Akteuren, die in diesem Jahr für ihre Arbeit vom Staatssekretär für Kultur, Dr. Torsten Wöhlert, ausgezeichnet werden. Die Ausgezeichneten wurden von einer unabhängigen Jury nominiert. Der Preis ist mit 37.000 Euro dotiert und wird am 13. September 2019 im Rahmen der Berlin Art Week verliehen.

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Nachtgärtnern I mit Nachtigall

Warum sollten wir die Zeit einteilen, wenn sie doch fließt von Tag zu Tag und Nacht zu Nacht?
Wir senden die ganze Nacht aus dem Fluss der Zeit und aus lauen Lüften (Turbulenzen nicht ausgeschlossen) Musik und Gespräche, Geschichten und Konzerte zur “Nacht der Nachtigallen”.

  • – 20.32 16th Century Chor: The Nightingale aus: “Phantasticke Spirits for Three Voices” von Thomas Weelkes
  • Einleitung zum Abend DE, EN
  • Matt Hatters Garden: radiophone Gedichtcollage über Nachtigallen
  • Rundgang im Garten |Introduction of location DE, EN | Niki Matita’s Luscinia-Mix I
  • ca. 21 Uhr: Leonie Roessler: Copper and Song – Elektronische Echtzeitmusik – komponiert mit Feldaufnahmen aus Isfahan, aufgenommen während des Limited Access Festival 6 im Februar 2016. Mit einem Gespräch über persische Nachtigallen. DE
  • Secret-plein-aire (Niki Matita & Walter Schulze): live impro w/ synths
  • – ca. 23:00 JD Zazie, Mat Pogo: “Domestic Nightingale”. Live
  • Vogelgesang und Notation:Rosanna Lovell spielt Nachtigallen-Partituren
  • 00.00 Mitternachtsnachtigallen: Die Chorprobe
  • Katt Hernandez: “Amid the Alien Corn”
  • – Niki Matita’s Luscinia-Mix II
  • ca. 1:00  raw audio: “Night Inhale” Ein Nachtigallen-Radar-Stück
  • ca. 1:30  David Rothenberg im Gespräch über seine Publikation “Nightingale Cities” EN
  • Felicity Mangan: “stereo’frog’ic”
  • – Nachtigallen Vergleiche: Charlottenburg Rosenthal, Prenzlauer Berg und ein “eklektischer Mix” von Udo Noll. Imaginatives Fachsimpeln – Vogeldialekte
  • ca. 3.00 Kate Donovan, Gabi Schaffner, Nico Petidan: Slow Storytelling: Ode to a Nightingale et al. DE,EN
  • 05.00 Coffee Time? The Nightingale by Thomas Weelkes: Phone Version
  • – 05.33 The sun rises (end)

Die Nacht ist, bei weitem mehr als der Tag, eine Sphäre der Übertragung. Düfte und Gerüche werden stärker wahrgenommen, das Ohr ist geschärft, die Übermacht des Visuellen tritt zurück.

Seit seinem Bestehen hat sich Datscha Radio mit besonderer Aufmerksamkeit der Nacht angenommen. Wir sendeten Stücke ausgewählter Komponist*innen und Klangkünstler*innen oder führten in den “Surprises de Minuit” Interviews, die im Trubel der Tage so nie zustande gekommen wären. In der dreiteiligen Eventserie NACHTGÄRTNERN wird Datscha Radio den Lebensraum der Nacht synästhetisch und radiophonisch erfüllen.

Sendeorte sind drei verschiedene Gärten in Berlin, in denen wir  Radio machen werden. Gesendet wird live und jeweils exakt von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang. Je nach Sendedatum wird die Sendezeit um ein bis zwei Stunden variieren

I Die Nacht der Nachtigallen / Night of the Nightingales

Datscha Radio erforscht das Wesen der Nacht am ersten Abend mit dem Schwerpunkt Nachtigall (Luscinia megarhynchos). Sendestart ist der Sonnenuntergang am 30. April 2019 um 20.32. Solange die Nacht andauert werden wir on air sein, bis um 5:33 am 1. Mai 2019 die Sonne wieder aufgeht.

Wer mit uns wach bleiben will sollte Colaboradio hören (in Berlin auf UKW 88,4 MHz, in Potsdam auf 90,7 MHz).
Weitere Informationen zu gegebener Zeit.

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The generation of waste is the most distinctive trait of human civilisation, and it is increasingly threatening the environment we depend on. Datscha Radio’s final broadcast presented once more a wide spectrum of artists and participants, of tales and talks, of sonic transmissions and subterranean secrets.

The studio had to move that day

Starting with Taiwan’s probably best known tune, “For Elise” by Beethoven, that is being used as the “trash car anthem” we pondered over the benefits of Taiwan’s municipal garbage collecting system. Because, unlike in Europe, there are no bins in the backyards and there are only very few public waste bins to be found in the streets. Instead, on 5 out of 7 days a week, trash cars roam the streets under the wail of this popular tune and signalling by this that it is time to take the trash out _ already sorted into paper, plastic, food leftovers and other.

Margaret Shiu has a lot of experience to share… (photo: THAV)

Among other things, it was also pointed out by Margaret Shiu (Bamboo Curtain Studio) how this mode of trash collection exerts a considerable influence onto neighbourly relations: “It is also a time to meet your neighbour, a chance to address personal affairs, to get to know the rhythms of your environment”.

JK Wang had prepared himself well (photo: THAV)

Yet, all well meant efforts are doomed to failure if the sorting of plastic waste becomes just to complicated for the citizens. J.K. Wang with his background in engineering, explained about various kinds of plastic and the current problems of re- and down-cycling. Is plastic really so inevitable that we have to content with its (re)use as a resource? How much hygiene do we really need when it comes to the packing of vegetable and fruits?

A new studio background: Orchids and marmots © THAV

The weather, by the way, on that day was quite horrible. It had rained for three days in a row, and because more participants than usual were expected, the Datscha Radio moved to the “Cross Gallery”. So we sat under a polyethylene roof, our feet in puddles, our jackets for most part zipped up unto our chins. True radio gardeners!

Mark van Tongeren is a sound artist and vocalist

Would you know, for example, that the Romans worshiped not only a Goddess of Waste called “Caca” but also a Goddess of the Sewers that went by the name of Cloacea? “CloaceaGardenMix” was the name of a compilation of sewer recordings made by Serge Onnen and introduced by Mark van Tongeren, and Mark’s spontaneous improvisation of an imaginative prayer song for Cloacea was a definitive highlight of this show!

Scheduled for the show were also four selected pieces submitted by the open call, yet, as the discussion among the guests was very lively, only one found its way into transmission: Chelidon Frame’s “Left Blank” which is based on (processed) recordings of empty bottles.

Yannick Dauby under the Banyan Tree

A couple of days earlier I had the occasion to make an interview with the French nature recordist Yannick Dauby. “When you bend down 200 times a day you start thinking differently about waste” was a 24 min excerpt of that talk.

With  Datscha Radio’s focus on sound art two other waste-related  topics arose. One concerned possible parallels between noise and/or audio waste and practices of collecting, recycling and/or discarding. The other dealt with the issue of noise pollution.

Mark and Margaret (and the handbag) © THAV

“Sonic Garbage Collection” was one of the pieces specifically made for this broadcast, a prerecorded improvisation by the anthropologist Gabriele de Seta and Lu Yi, the assisting artist to Fuyui Wang of Soundwatch. This was followed by a short presentation of two works by Fujui, one of them a most filigrane recording of a signal loop inside a light bulb (“Sound Bulb”). Since the artist wasn’t present at that time, Wu Tsancheng (featured in DRT’s #2 broadcast) and Mark’s musician friend Lee Szu Tung, introduced this pioneer of Asian electronic music in their own words.

Fujui Wang and Lu Yi

Fujui Wang, who is the Head of the Trans-Sonic Lab for Art and Techology Center of the  Taipei National University of the Arts, joined us about an hour later, together with Lu Yi and we were able to catch up on the planned interview.

Tsancheng and Hauyu in conversation

Meanwhile, the sun had set… and it was time for two longer pieces that would allow us to stretch our legs, have some drinks and chat. “The Dog That Licked Up A Star” by myself was a composition based on short wave snippets and field recordings made in the province of Hengchun. It came with my classic “Handbag Performance”. (Later on I was told by Lu Yi, that performers in Taiwan do never present their work in such a casual way. Rather they are expected to take on a “harsh” and dominant posture… )

Taipei lady trash…

The final piece played had been conceived of  by the composer, DJ and musician Ken Yu from Yilan. Hauyu Yang had made a short interview with him and afterwards we listened attentively to “Sea Waste 7.0”, a 17 min track based on the feeling of shock and disgust that the artist struck when he recently found himself walking among the plastic debris of the Yilan shore. 

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Forecast Sunday, 10th of March

On this six and last broadcast Datscha Radio Taipei will focus on the theme of waste. “Waste Culture” will discuss issues of Taiwanese waste management and recycling. It will explore our notions of garbage, trash, waste and debris. This will be done in the shape of talks and music, performance and field recording.

I am happy to welcome live at Datscha Radio, the founder and artistic director of the Bamboo Curtain Studio, Margaret Shiu, the Dutch sound and voice artist Mark Van Tongeren and the Yilan artist, farmer and performer Yang Hauyu.  Together we will explore the “wastelands” of our contemporary civilization in conjunction with an interview with the field-recording artist Yannick Dauby who describes the havoc caused by plastic waste on the shores of the Taiwan archipelago of Pescadores. Moreover, there will be a visit by the duo of Soundwatch, the artist Lu Yi and Fujui Wang one of t h e pioneers of experimental music in Asia. We’ll play two selected pieces by Fujui Wang and a compositon especially prepared for this last episode of DRT by Lu Yi and Naturalismo (aka Gabriele de Seta): Sonic Garbage Collection. :)

I am also very happy and proud to be able to include the specifically for “Waste Culture” produced piece “Sea Waste 7.0” by the Yilan composer, DJ and musician Ken Yu into the broadcast as well as selected submissions of Datscha Radio’s open call “Trash”. Last but not least, I willperform of my new radiophonic piece “The Dog That Licked Up A Star” as an integral part of this final show this will happen at some given moment after 6 pm.

As the planning for this show is still in the making, all content is subject to possible changes

Datscha Radio Taipei wants to make this afternoon special, as it is the last show in a series of six. Guests and visitors, performers, musicians, artists and friends, please come and enjoy and celebrate with us: Waste Culture!

Bring your radios, don’t bring any plastic items with you, bring instead some (recycled) Taiwanese (!) music: Make Radio not Waste J

Food and drink will be provided for by courtesy of THAV.

Studio Guests: Margaret Shiu, Mark van Tongeren, Hauyu Yang, Lu Yi and Fujui Wang (Soundwatch)
Interview (pre-production): Yannick Dauby: “When you bend down 200 times a day you start thinking differently about waste”
Radio Art Specials:
“Sonic Garbage Collection” by Lu Yi and Gabriele de Seta;
“The Dog That Licked Up A Star” by Gabi Schaffner;
“Sea Waste 7.0” by Ken Yu
Selected Compositions: Fernando Laub, Chelidon Frame, Tomoko Momiyama.

Program

15:00 – 15:20
Introduction of guests, listening to first open call piece or other

15:20 – 16:00
Discussion I waste management policy in Taiwan and elsewhere (Shiu, van Tongeren, Hauyu Yang) + open call piece,

16:00 – 16: 20 Yannick Dauby. Interview (excerpt)
16:20 – 16:50: Introduction Sound Watch, presentation + live improv + talk
16:50 – 17:20: Discussion II recycling strategies in Taiwan and elsewhere (Shiu, van Tongeren, Hauyu Yang) + open call piece

17:20 – 17:35: Live Insert van Tongeren and/or introduction of Serge Onnen’s work about garbage

17:35 – 18:00 Discussion III (all guests): Earth works: Recipes on Sustainability + Live Insert by Sound Watch

18:00 – 18:20 The Dog That Licked Up A Star. Performance and radiophonic composition by Gabi Schaffner
18: 25 – 19:00: Introduction Ken Yu by Hauyu Yang +

Sea Waste 7.0 by Ken Yu

19:00  – Open end: Your turn! Bring your music…

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There is a cluster of stars in the sky that is called The Seven Sisters or Pleiades. Many tales from all over the world relate to that constellation, yet Datscha Radio Taipei has its own stories to tell about the seven lady guests that created a  three-hour radio show titled “Women in the Field” on that 3rd of March in the Treasure Hill Artist Village.

Huang, Sze-Ting, instrumentalist and composer Liuqin; Huang, Hsuan-Jung (Lori), instrumentalist and composer Pipa; Hsu, Yenting, Sound art composer and installation artist; Liao, Yun-Chan, Director of Common Wealth’s Opinion channel, Ora-Ong Chakorn, publisher and editor, Claire Bushby, artist and curator and Jeng, Cheau-Wen (Berry) , Taipei Culture Foundation (TCF), the Associate Manager at Dept. of Management.

From l. to r: Liao, Yun-Chan, Huang, Hsu, Yenting, Huang Sze-Ting, and Hsuan-Jung (Lori)

Lori Huang was the first to arrive, bringing her instrument, the pipa,  with her. Shortly after Sze-Ting Huang came, carrying the liuqin, the „little sister of the pipa”, since they are similar in shape but different in size. Lori and Sze-Ting form part of the “Lost Sounds Studio”, an initiative aiming at a balanced communion of traditional and modern music styles in Taiwan.

The decoration was sprouts and radishes, but as it was raining hard, we stayed inside

Our ensuing exchange of experiences, memories and thoughts was channeled into three blocks that were framed either by live instrumentation or compositions presented by the sound and installation artist Hsu Yenting.

A wide range of topics was covered that reached from women’s role models and liberation strategies in the Asian countries  to daughter-parents relationship to the situation of female immigrant workers in Taiwan to contemporary networking modes.  Not all ladies came from Taiwan. The Thai publisher and editor Ora-Ong Chakorn shared her observations about the situation of literary women writers with us, and the Australian artist Claire Bushby, also a former resident of the THAV,  introduced her work #RT_samplr: a cross-stitch tweet project to the audience.

What did your mothers teach you?

The atmosphere was casual and intimate at the same time. Often we had to swap seats, the mike stand was moved through the room, other visitors peeped in, took photos, left or stayed on to follow the discussion.

Hsu Yenting’s piece “Laundromat” invited us to contemplate on the ambivalence (and maybe outdatedness) of this kind of symbol for women’s work. She also introduced the work of her fellow artist Sheryl Cheung, “Vitality Conversations” as one of the aims of this broadcast lay in not only introducing own compositions/texts but also the work of others.

Plum wine tastes like “falling in love”, says Sze-Ting

Our different nationalities, backgrounds and upbringing merged into an ongoing, lively conversation, on the half way spiced up by sharing a small bottle of plum wine. Among the questions that came up was also the one whether there exists a specifically “female” perspective in the arts (in Taiwan) and in which way it may differ from men’s.

The interesting answer to that was the suggestion that men may tent to be more interested in creating artworks that promise “great impact” while women’s works might focus much more about connecting to her environment “from her heart”.

Hanging out on the sofa… (l. to r. Yunchan, Sze-Ting, Claire, Ora)

We discussed this and quite a number of further topics for you to listen to on the up-coming podcast on Datscha Radio’s mix cloud archive.  

The end of the broadcast was marked by a 25-minute interview with the nature recordist and writer Laila Fan who is also the director of the Taiwan Soundscape Association which she founded in 2015 –  followed by one of her field recordings:  “Listening by the pond(Menghuan lake) in Yaminshan National Park.

Pieces played:

  • Lori Huang: Wu, Hoa-Yuan: Su— After reading Tang Poetry “Pipa Xing”  written by Poet Bai, Ju-yi in 816.
  • Sze-Ting Huang: Cuban Oregano(左手香)- Liuquin piece
  • Lost Sound Studio (Recording) Osmanthus Alley

Zheng: Yang, Yi-Wei | 古箏:楊懿惟
Zhongruan: Huang, Sze-Ting | 中阮:黃思婷
Pipa: Huang, Hsuan-Jung | 琵琶:黃璿蓉

  • Lori Huang + Sze-Ting Huang: Improvisation
  • Hsu Yenting: Laundromat (Installation excerpt); Waterland (Documentary excerpt)
  • Sheryl Sheung: Vitality Conversations

‘Vitality Conversations’ is an ongoing project that involves interviews with women who respond to the idea of blossom with tales of their own life stories. Fictional and true stories are weaved together into an abstract stream of life energy that serves as soundtrack to an installation of vased flowers illuminated by a looped performance of flowers blooming.

Preparing for the Pipa and Liuqin improvisation

According to a Polynesian legend, the Pleiades once made up a single star: the brightest in the sky. The Polynesian god Tane disliked this star, because it had bragged about its beauty. It’s said the god smashed the star into pieces, creating the Pleiades star cluster. However, we can take many different perspectives now.  There are millions of star sisters in the universe, it is up to us how we connect them into new pattern and imaginations.

Saying goodbye….

For once I don’t have to write this resume all by myself, taking the liberty to link to some facebook comments and images of the lady participants:

Claire Bushby ist hier: Treasure Hill Artist Village. 4. März um 06:28 · Taipeh ·

I had a fantastic afternoon yesterday on Datscha Radio’s “Women in the Field” episode. German sound artist, Gabi Schaffer brought together an incredibly inspirational group of women from Taiwan, Thailand, Germany and Australia. We talked challenges of being a female artist, family expectations, motherhood, sexual harassment #metoo, what our mothers/grandmothers have taught us and so much more!

廖雲章 ist mit Claire Bushby und 4 weiteren Personen unterwegs.

3. März um 21:33 ·

德國🇩🇪藝術家Gabi Schaffner 邀請我到寶藏巖的工作室參加線上直播節目 Datscharadio a garden in the air.

很好玩的在家廣播經驗,一群來自德國、台灣、泰國、澳洲,萍水相逢的女人聊著關於職涯、家庭、社會期望與性別議題(#metoo)。

一邊錄音,一邊喝茶吃東西喝梅酒,比較德國與台灣釀梅酒的作法。

Gabi對現場多數台灣女人都不太做飯很不解,我說:「因為外食比較便宜。」她皺起眉表示不解:「妳這話什麼意思?我們德國窮藝術家不能理解⋯⋯」

她下一題又問:「妳們會從自己的母親那邊繼承家傳口味的食譜嗎?」

我準備跳過這一題,一位音樂家趕緊說:「我很早就離家到外地念書所以沒有機會跟我媽學做飯。」

Gabi繼續追問:「十幾歲離家真的很年輕,妳們都很早離家念書嗎?」

現場另一位女音樂人說:「哦我沒有,」她輕鬆地說:「因為我媽也不太會做飯!」

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