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Tag "radiogärtnern"

Datscha Radio reist nach Taiwan! Es ist nun offiziell: Im Rahmen der Treasure Hill Artist Residency 2019 in Taipei wurde ich eingeladen vor Ort akustisch interaktiv zu forschen und zu arbeiten.
Auf dem Plan stehen Interviews und Field Recordings sowie Live-Radiostreams zu festgesetzten Zeiten. Und natürlich wird auch der Blog um Beiträge zur taiwanesichen Pflanzen- (und Garten)welt erweitert. Ich freue mich!

Ort: Treasure Hill Artist Village, Taipei
Zeit: 11. Januar – 11. März 2019

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Preparations

22. March 2018
Very well… we started to prepare the „domo“ around 6 the evening before. The place was swarming with young parents and their toddlers, some gardeners, idle youngsters… Eva brings a big green box that contains her herbarium. We swept the gravel off the floor, wiped the table, found some chairs (one in the trash close to the entrance) and stuck a handful of remaining posters to the walls of the neighborhood. We passed a blue-eyed dog in a duffle coat (Madrid dogs often wear coats as long as the temperatures are still below 15 degrees:) and went for a beer.

 

 

Radio Gardening in Madrid

23. March 2018. Meeting at 9:15 at the entrance of Esta es Una Plaza; Caroline of Radio Hortelana had already opened the gate. Setting-up: All went well – thanks to ingenious Jesús of Medialab who had already made some tests the day before. Just like with Datscha Radio 17, we use the „Butt“-app for streaming and transmit via Udo Noll’s aporee streaming server.
The Plaza’s cat makes its appearance.
10:20 Eva, Kata and Joaquín arrive. Plants, sensors and watering cans are arranged next to the high bed of homeless cacti.
Maite takes pictures for the In-Sonora docu. Carolina has brought coffee, her Kalimba and a guitar.
11:50 Alberto of Esta es Una Plaza turns up. We are all happy and exited.

1st – 3rd hour

12:00 Here we go! Hola! Datscha Radio a tope!
After the introductions Carolina plays her kalimba to the sounds of gushing rain: An anti-rain spell that we hope will protect us from worse. Because rain for Madrid people is the most welcome excuse to stay at home! Apart from that, our electricity is provided from a solar battery – we are indeed a very ecological radio station!

13:00 Our program flows smoothly! A roughly by the hour organized schedule serves for orientation, all artists are bilingual, so we manage quite well with the translations.

Below you’ll find (later!!!!) an updated version of the program plan – the audio files will be shared on mix cloud asap (but not before 3rd of April). For now, let us look at some of the radio events of the day. Have fun!

14:15 Rain has finally come. Kata and Joaquín perform an astonishing set with plant radio music, sensors transforming the moisture levels of different plant pots and the green’s voltage into a soundscape with harmonica.

The cat loves it so much, it goes to sit on the roof just above our heads. A talk about listening and the rain.

Power cut!

Unfortunately the solar energy runs out…For some minutes we still broadcast on batteries but then we decide to interrupt our program.

 

14:45 Datscha Radio is back again on the air waves! One of the gardeners provided a connection from his neighboring house to the studio! The rain has stopped, the cat gets back in.

4rd – 6th hour…

We continue with the theme of plant talks: Eva Kurly presents her herbarium and introduced the African all-edible Moringa tree. Carolina plays and sings a poem from Argentinia. Santiago, who was working outside comes in an explains what they are presently building. Alberto has prepared two interviews about plant names and balcony plants with his parents. A delightful conversation, each one made over the telephone, the crackling interference in their voices making us forget the digital age.

17:00 A storm of theatre people blows into our tent: They are scheduled for a show in a venue nearby but somehow found this garden. Despite being in a hurry they improvise a vocal piece for us:) Listening to an interview from India about the Botanic Sanctuary in Gurukula and the preservation of vegetal microclimates. Appearance of Rafa from the artist organization The Hug. He brings music of Lau Mau, a Finnish singer whose work is closely connected to nature themes.

17:50 We still have unplayed recordings, yet it’s time for a resume of the broadcast material. Maite comes back and reintroduces the work of In-Sonora and talks about the festival planned for the next day.
18:00 The official end is postponed by half an hour because of the program interruption. We listen to Miyuki Jokiranta’s vocal encounters with her houseplants and finally to two excerpts of the „Atomic Garden“ by Alberto.
18:30 A gathering around the microphones, Thank you, dear listeners! Datscha Radio a tope!!!

 

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Text: Rafik Will

Radio machen und Radio hören, Arbeit im Garten und Erholung im Garten – was kommt bei einer Kombination dieser Komponenten zum „Radiogärtnern“ heraus? Dieser Frage widmete sich die temporäre Sendestation Datscha Radio. Im Sommer 2017 blühte sie am Stadtrand von Berlin für fünf Tage wieder auf. Eines wurde dabei klar: die kraftvolle Symbiose sprengte den Rahmen, den Radio und Garten jeweils für sich haben.

Kein schallisoliertes Sendestudio in einem pförtnerbewachten Prachtbau fand man hier vor, sondern eine gemütliche Datscha, die das Mikro nicht nur für geladene Gäste, sondern auch für Überraschungsbesucher öffnete. Und das waren nicht nur internationale Klangartisten oder Nachbarn aus der Gartensiedlung, sondern auch die singfreudigen Vögel aus der Gegend und mitunter sogar Pflanzen. Denn auch Kartoffeln oder Pfingstrosen können sich äußern. Nicht über Sprache, aber über andere, elektrische oder duftende Wege. Kommunikation mal anders.

Ein wenig fühlte man sich bei diesen wundersamen  Entdeckungen an die „Pherinfon”-Netze aus Dietmar Daths Science-Fiction-Roman „Die Abschaffung der Arten“ erinnert, in dem die Nachfahren der Menschen sich über ein Informationssystem auf dem Laufenden halten, das auf speziell designten Duftmolekülen basiert. Die Gente können bei Dath einfach erschnuppern, was gerade so abgeht. Und die Pflanzenwelt setzt diese Science-Fiction heute schon um! Ist Datscha Radio17  also auch als futuristische Übersetzungsmaschine für die Verständigung mit der Pflanzenwelt zu sehen, die für einen Durchbruch in den Mainstream ihrer Zeit einfach zu weit voraus ist? Warum nicht!

Kommunikation war ein wichtiges Stichwort beim gesamten Datscha Radio. Denn hier ging es nicht nur darum, möglichst viele Personen für das eigene Programm zu interessieren. Auch die kommunikative Interaktion mit dem eigenen Publikum sowie mit dem eigenen Produktionsort, dem Biotop des Gartens, spielten eine wesentliche Rolle. Was die gesellschaftliche Rolle des Gartens heute ist und künftig sein kann, auch dies wurde in verschiedenen Diskussionsrunden lebhaft erörtert.

Aber auch als akustische Galerie gab Datscha Radio eine hervorragende Figur ab. Wer zu Besuch in diese offene Gartengesellschaft kam, konnte Lyriklesungen unterm honiggelben Mond lauschen, Livekonzerten mit Grillenbegleitung beiwohnen oder die verschiedenen, beinahe vom ganzen Globus übermittelten Gastbeiträge bei einem Glas Apfelwein auf sich wirken lassen.

Fazit: Das Konzept „Radiogärtnern“ überzeugt. Der Garten wird von der abgeschotteten Parzelle, in der ein Alleinherrscher über Wohl und Weh der Pflanzen entscheidet zu einer echten Begegnungsstätte für diverse Lebensformen. Eine solche Politik der offenen Grenzen ist praktisch gelebte Utopie in Zeiten zunehmender Abschottungstendenzen und ein echter Lichtblick. Und das Radio wird vom Einbahnstraßen-Medium zur beteiligungsgeprägten Medienplattform. Sogar das Hören selbst wird bei Datscha Radio17  nicht wie sonst beim Hörfunk nur am Frühstückstisch in den eigenen vier Wänden vollzogen oder im Auto. Also entweder alleine oder in der vertrauten, aber geschlossenen Gesellschaft von Familie, Freunden oder Bekannten. Beispielhaft dafür stehen gartenbasierte Hörergruppen, die sich an verschiedenen Orten zusammenfanden.

Nur ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Die kurze fünftägige Blühdauer von Datscha Radio17. Aber wie eine Staude, die nach dem Blühen überwintert, wird bestimmt auch Datscha Radio in einem kommenden Sommer wieder seine Blüten treiben und als seltenes Gewächs die Radiolandschaft erhellen.

 

 

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Liebe FreundInnen des Radio- und (spanischen!) Gärtnerns,

Hier kommt eine Einladung zum Open Call für meine anstehende Künstlerinnen-Residenz am Media Lab Prado in Madrid, beginnend im späten Februar. Dies gerne teilen oder weiterschicken und/oder selbstverständlich auch teilnehmen!

Mehr Info dazu hier: Convocatoria colaboración Datscha-Radio

Für alle diejenigen (ich eingeschlossen) die davon träumen (oder es tatsächlich tun) Spanisch zu lernen: Das Team von In-Sonora hat eine feine Untertitelung unseres Datscha Radio 17 Fernsehbeitrags kreiert…  :)
Derweil: Wir sind dabei, die Webseite neu zu strukturieren. Die Arbeit am Audioarchiv geht froh vonstatten, wir sortieren Blogeinträge und freuen uns darauf, auch noch die eine oder andere Bildergalerie anzufügen. Doch alles Gärtnern braucht seine eigene Zeit in Raum und Jahr, wir sind dabei…

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rr_mole_radiogardening

Die Radiosendung vom 21. Oktober jetzt online: Frau Schaffner gräbt in ihren (Datscharadio-) Archiven nach akustischen Regenwürmern, die sie aus der Gartenerde klauben kann. Zu erwarten sind u.a. kleine Rasenmäher-Symphonien und einige Studiogäste, die auch das bestäuben, was ihnen fremd ist. Mit Mark Vernon.

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