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Konzerte und Events_12de

Das Studio aus dem Wintergarten wird unter den Kirschbaum verlegt: Performances, Konzerte und Klangaktionen in freier Luft

Der letzte Tag

 

 

 

 

 

 

Der letzte und achte Tag Datscha-Radio stand unter dem Stern des “Quattroflex”: Der Hamburger Multi-Instrumentalist Hannes Wienert packte seinen Koffer aus und stellte dem staunenden Publikum neben dem Muschelhorn, koreanischen und japanischen Oboen und der chinesischen Sheng den “Quattroflex” vor. Hier handelt es sich um eine Abart des handelsüblichen Gartenschlauchs, der sich im Inneren durch eine vierfache Rillung auszeichnet. Der Ton erhält eine besondere Schwingung, die “elektronisch” anmutet. Wienert versieht seine Schläuche und Hörner mit den Mundstücken diverser Saxofone und schafft so eine neue Gattung von “Hybridinstrumenten”.
Die Ehrengäste von Datscha-Radio waren an unserem letzten Tag der Vorsitzende der Garten- und Siedlergemeinschaft “Einigkeit”, Werner Bär und seine Frau. Ein halbes Blech von KH Jerons Apfelkuchen wurde aufgetischt. Als weiterer Gast kam Ralf Härtl, der Veranstalter des Rosenthaler Herbstfestes, und sprach einen Beitrag zur Geschichte des Dorfes Rosenthal, dass nunmehr 812 Jahre zählt… und damit nachweislich älter ist als die Stadt Berlin selbst, in die es um xxx eingemeindet wurde. Dazu hörten wir “die Hymne Rosenthals”! Zu unserer großen Freude erklärte sich auch Herr Bär bereit, einige Worte zur Situation der “Einigkeit” über den Äther zu schicken und abermals auf die Wichtigkeit dieser größten Gartenanlage Berlins hinzuweisen, die ja auch die Heimstatt von Datscha-Radio ist. Und wir hatten Gelegenheit, ihm noch einmal für seine Unterstützung in Wort und Tat allerherzlichst zu danken. Denn sowohl das Zelt, das uns und unsere Gäste beschützte als auch die Bänke und Tische, an denen wir tafelten, musizierten und feierten, wurden uns vom Vereinshaus zur Verfügung gestellt. Zusammen mit dem Ehepaar Liebram, das die Heimatstube im Alten Landhaus verwaltet, unserer Redakteurin Diana McCarty und der Datscha-Radio-Künstlerin Frau Puschel ergab sich eine lockere Runde mit Kaffee und Bierchen und der Apfelkuchen schmolz dahin.

An dieser Stelle sei nun auf das besondere Phänomen der gepflückten, auf dem Tische ruhenden, der verschwundenen und der neu aufgetauchten Tomate hingewiesen (die bei genauerer Betrachtung auf allen Fotos sichtbar ist), das uns vom ersten bis zum letzten Radio-Tag begleitete : Die Tomaten waren stets in aller Munde, verbal oder vegan, sie gingen durch alle Hände, sie flogen durch die Luft, sie fielen von den Sträuchern, und sie endeten entweder in der Schüssel oder sofort im Magen. Sie lösten sich auf und erschienen wieder, in einem Körbchen von Peter überreicht oder in der Hand Dianas, wo sie sich in kleine rote Vögel verwandelten um in ihrem Haar zu nisten.

Und da, spät am Abend, die Gäste davongezogen, Herr Wienert auf dem Weg nach Hamburg, der Mond am Himmel und die drei Nachteulen Ihlenfeld, Schultz und McCarty an einem Tisch (Frau Schaffner bereits am Zähneputzen) – UNGLAUBLICH:
Drei echte Nachteulen landeten rings um die Datscha und platzierten sich im Triangel ums Zelt. Eine auf dem E-Mast im Westen, eine im Baumwipfel unserer Kiefer und eine auf der Zwetschge unserer Nachbarn. Also sprachen die Eulen miteinander und unten sprachen die Menschen. Also lachten die Menschen miteinander und oben lachten die Eulen. Und sagten “huuhu” und “iiepie” und “krohoh”. Und “Datscha-Radiohohoho oho”. Dies nehmen wir also mal als Orakel, und dann …

 

 

 

…  feierten wir weiter …

 

 

 

 

… ganz besonders mit unserem Nachbarn Peter Ihlenfeld, dem König der Königinnen der Nacht. Ohne ihn wäre Datscha-Radio nicht möglich gewesen! Großer Dank vor allem hier also an ihn!!!

 

 

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Der siebente Tag

Das finnische Nationalepos Kalevala berichtet uns vom Anfang der Welt, dass der Ursprung aller Dinge mit dem Ei einer Ente begann. Versuchen wir also nun, uns dieses Ei vorzustellen! Denn ebenso verhält es sich mit diesem siebenten Tag von Datscha-Radio: Voller Überraschungen und Ereignisse, voller Musik und unerhörten Dingen. Zu unseren werten Gästen zählte der Klangkünstler Klaas Hübner mit seinem experimentellen Oscillator Fruit Salat”, das Morgenvogel Radio mit Maria-Leena Räihälä und Manuel Bonik, eine Schar tatentierter Teenager, die ihre Instant-Datscha-Band “Bermünch” nannten, Carola Haupt und Julia vom italienischen Sender  Radio Papesse,…. um nur einige zu nennen. Und unsere Redakteurin und großartige Moderatorin Verena Kuni verließ uns, um nach Frankfurt zurückzukehren. Ach! Wir hatten so eine wunderbare Zeit und: großartige Arbeit !!!, Verena!

– Inzwischen fanden wir die Zeit, mehr Bilder hochzuladen. Also werfen wir doch einen weiteren Blick auf das Datscha-Welt-Ei des 30. August:

Die Oscillatorfrüchte mundeten den Damen ganz offensichtlich und elektrifizierten sie höchsten in positiven Sinne. Verena Kuni führte durch das Interview und den experimentellen Set-up mit Klaas Hübner und erschien danach noch energetischer gestimmt als ohnehin schon. Ankunft der Zwillinge Leena und Lulu aus München und von Marie Schwab mit ihrer Gitarre. Die Mädchen spielten “die Lieder, die wir gern im Radio hören würden, die aber kaum gespielt werden”, Marie sang (u.a.) einen John Lee Hooker, und Lena gab eine so talentierte Moderatorin,  dass ich mich sogar zwischendurch davonstehlen konnte, um draußen ein wenig zu schnacken. Später kamen noch Carl (Ukulele) und Julian (Gitarre) dazu, beides Mitglieder der Berliner Band “Infinity repeat”.

Die Morgenvogel Radio Show stellte Michael Schroetter als Performing Guest vor und präsentierte eine surreale Mischung von Live-Performance, Interview, Gesprächen über Vogelhäuser, musikalische Interventionen und Lesungen aus der Kalevala. Manuel Boniks Laptop wurde an die Boombox angeschlossen (analoges Mixing ohne Mixer!!!), das Mikrofon mit unseren spontanen Gehirnwellen verdrahtet, ein schwarzes Ei diente als weiteres musikalisches Medium, eine Leiter wurde gegen den Kirschbaum gelehnt und Datscha-Radio wurde ein Original-Morgenvogel-Vogelhaus als Präsent übergeben – gefertigt von den zarten Händen Maria Räihälä höchstselbst. Dankeschön! Es sind noch mehr Vogelhäuser von Morgenvogel Real Estate erhältlich: Ziel ist es, möglichst vielen Vögeln ein Haus zu vermitteln (wofür es eben nicht unbedingt einen Garten braucht): Sei es ein Fenstersims, ein Dach, ein Balkon oder eben der persönliche Lieblingsbaum im Park. Nur Ampeln kommen nicht in Frage, da sie im Allgemeinen das laubige, grüne Umfeld vermissen lassen, das die Heimatumgebung von Vögeln auszeichnet.

Zwischenzeitlich kam auch wieder KH Jeron zu Datscha-Radio, abermals in seiner scheint’s Lieblingstarnung als Zauberkoch. Diesmal sprang für uns ein köstlicher Apfelstreusel aus seinem Hut. Danke sehr!

Gegen 22 Uhr kam Hannes Wienert an, direkt aus Hamburg angereist, mit einem Tropenhelm und trug seinen Koffer, angefüllt mit asiatischen und nicht-so-asiatischen Instrumenten in das Wohnzimmer unserer Datscha. Morgenvogel Radio war inzwischen ein wenig “huppelissa”, Tangos wurden gespielt und der Vollmond stand hoch in der nebligen Luft. So begann also die “Mond-Stunde”. Manuel siedelte mit seinem Laptop ins Studio über, Hannes improvisierte dazu auf seiner chinesischen Mundorgel – der berühmten Sheng – und soweit ich mich entsinne, sangen Maria und ich eine Karaoke-Version von “Blue Moon”… oder nicht?

Genau! Und nach einem sinnberückenden Ritt über die nächtlichen Felder ausgedehnter Mondmelodien, dem Vorlesen finnischer Gedichte und noch mehr Tangos, kam der schreckliche und traurige Moment des Abschieds von Verena Kuni, unserer brillianten Redakteurin von radia.fm. Ein Schatz an Wissen und praktischem Verstand! Noch einmal, ganz herzlichen Dank, denn ohne ihre Unterstützung hätten große Teile in unserem Programm einfach gefehlt!

 

 

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Zweiter Tag

 

Wir wachten auf mit dem Geräusch eines Baggers: gemeinschaftliche Instandsetzungsarbeit. Knapp, sehr knapp wurde das DSL-Kabel verfehlt. Männer zwischen 5 und 75 hielten Harken und Schaufeln in den Fäusten, eine Dame in Gartenhandschuhen schnitt angrenzendes, frei wucherndes Unkraut weg. Der Bagger verteilte die Erde auf den Schlaglöchern… der holprige Weg glättete sich zusehens.

Dazu: Gespräche über pommersche Gurkenrezepte, Mitgärtner, Schrebergartenordnung, entlaufene Schildkröten, die anstehende Obst- und Gemüseausstellung (8. September im Vereinshaus) und natürlich auch übers Datscha-Radio.

Highlights des heutigen Programms laufen nun seit 20:00 auf reboot.fm auf der 88.4:

20-21 Uhr
Radio RhizomE: Pomologie I

Eine Stunde Gespräch und Musik zur Pomologie mit dem Frankfurter Künstler Jörg Spamer | One hour talk and music about pomology Jörg Spamer (talk in German, music international)
Weitere Infos und Playlist: www.datscharadio.de | More info and playlist: www.datscharadio.de

22-23 Uhr
Die Pilzstunde | Gabi Schaffner

Das Ergebnis einer “Unter-Grund-Suche” im Internet nach Pilzliedern und -Videos. Einige davon populär und andere der (mitteleuropäischen) Öffentlichkeit kaum bekannt. Auszüge aus:

Wladimir Solouchin, Die dritte Jagd. Aufzeichnungen eines Pilzjägers. Gelesen von/Read by Ulrike Stöhring
Gustav Schenk, Schatten der Nacht. Die Macht des Giftes in der Welt. Gelesen von/Read by Mattias Scheliga
Paul Scheerbart, Münchhausen und Clarissa. Gelesen von/Read by Mattias Scheliga
Zitate von / Quotes from Knut Hamsun und/and Friedrich Nietzsche. Gelesen von/Read by Michaela Schimun

“Notiz” und/and “Pilze” aus “Phänomene der Inneren Topografie” von/by Gabi Schaffner. Gelesen von/Read by Gabi Schaffner

Andere Texte und Lieder: Fragt, wenn Ihr’s wissen wollt

23-24 Uhr
Radio KQSM Örnithölögie | Heinrich Dubel

Nach langer Abwesenheit zurück – Team Officer, Officer und Paulator. Eine neue Folge KQSM – Kerker, Quote, Stubenmusi, ab jetzt im kompakten Einstundenformat. Thema: eine wunderbare, neue Wissenschaft namens Örnithölögie. Richtig gelesen: Örnithölögie. Es geht um Vögel.
Gesendet wird aus einer Riesenvöliere. Und wie ..

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RadioRhizomE: Pomologie | RadioRhizomE: Pomology

Was haben Äpfel mit Kunst und Pomologie mit Politik zu tun? Das RadioRhizom:e fährt seine Antenne aus, um dieser Frage nachzugehen. Gemeinsam mit dem Frankfurter Künstler Jörg Spamer begeben wir uns auf einen Spaziergang in die Obstbaukunde. Eine Kiste mit “Büchern über Äpfel” entpuppt sich als der Nachlass eines namhaften Pomologen, auf den Spuren wandelnd sich so einiges über das Verhältnis des Menschen zum Malus domestica erfahren lässt…

Wann? Heute, Samstag 25.08.2012 von 21:00 bis 22:00 Uhr auf Datscha-Radio und auf reboot.fm

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Datscha-Radio: Der erste Tag. Not Far From A Tree

 

 

 

 

 

 

 

 

Der erste Tag war abenteuerlich: Lampenfieber bei Frau Schaffner um 12, erste Gäste vor Ort um 12:15 mit Gärtnergaben wie “Fruchtleder” und eine Packung Walnüsse und Pfirsische. Ankunft Verena Kuni, Ankunft unglaublicher Catering-Service mit 4 exzellenten Salaten, Ankunft freundlichster Barkeeper der Welt, Live – Interview mit Stadtrat Dr. Thorsten Kühne und anschließend ein wundervolles Konzert mit Mimosa Pale und John Blue… wie man sieht und der Performance-Titel verhieß: “Not Far From a Tree”.

Sendung des Tages: “Paradise Hour” mit einer Lesung von Matthias Scheliga, “Papapaparadies”, einem Hörstück von Georg Klein, “Paradise” und einem Soundwalk von Sherre Delys : “Jarman’s Garden”.

Jetzt ist es 1:00 Uhr und draußen wird am Gartentisch noch Weltpolitik verhandelt. Davor fiel kurz das Internet aus, geht aber wieder!

 

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