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RadioKüche

Die Verbindung von Garten, Küche und Gemeinschaft ist naheliegend. Die Datscha-Küche ist Teil des Radios, als Kommunikationssphäre, als Quelle für Neuigkeiten und Ideen und als Hörerlebnis in „Spaziergang an den Grill“. Eine Gelegenheit für den Austausch von Rezepten!

Würstchen, Salate, Gespräche und Punch

Noch im Bus auf dem Weg zum Garten kam der Regen in Strömen herunter…

Wenig später gab es doch sonnige Momente und wir konnten unseren Kaffee im sanften Nachmittagslicht unter dem Apfelbaum trinken. Gegen 5 kamen die ersten Gäste, der Grill wurde angezündet und wir hatten eine prima Party!

Ein herzlicher Dank an allgirls berlin art, Anna Bromley, Michael Fesca, Niko Gerszewski, Karl Heinz Jeron, Ulrike Stöhring, Matthias Scheliga, reboot.fm…und alle anderen, die so mutig waren zu kommen!

 

 

 

 

 

 

 

 

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Pommersche Gurken

 

 

 

 

 

Unser Gartennachbar aus der Parzelle 488 vertraute uns das Gurkenrezept seiner Mutter an. Hier der O-Ton:

Pommersche Gurken

 

 

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Radioküche

Die Datscha-Radioküche: ein weites Feld… auf dem verstreut Äpfel, Kirschen, Pflaumen, Zuccini, Möhren, Tomaten und Mangold sich mit Nudeln, Brot und Bratwürsten ein mehr oder weniger experimentelles Stelldichein geben. Ohne dass Kochen immer gleich als Kunst hochgejubelt werden muss, gibt es wie beim Radiomachen Rezepturen, die aus dem Vorhandenen heraus improvisiert werden, und es gibt Arbeiten, die unsichtbar bleiben… bis das Essen eben auf dem Tisch steht.

Eine der wichtigsten “unsichtbaren” Arbeiten unserer Radioküche war das Äpfelschälen! Und ebenso unverzichtbar: Der Abwasch zwischendurch. Großer Dank hier an Phillip Haffner, den reizenden Praktikanten von reboot.fm, Antonia Puscas, Heike Puschel und Wolfgang Kriener!

Sehr sichtbare Arbeiten: Das grandiose Eröffnungscatering des Teams Stöhring/Pelke/de Vito mit schwäbischem Kartoffelsalat und drei anderen, hochinteressanten Salatkombinationen. Dazu die unschätzbar hilfreiche Unterstützung durch KH Jeron in Sachen Gemüsesuppe, “Apple-Crumble”, Abwasch und Ordnung und Dank an Michelle Teran für ihre Apfelwalnuss-Tarte und an Diana McCarty für Tomatensalat.

Die raffinierten Star-Salate des Eröffnungs-Catering-Teams im Anschluss  ★ !

 

 

Hier zunächst die zwei Elementar-Rezepte der Radioküche, von denen zumindest das eine, der “Nudelsalat aus Nichts” innerhalb von 10 min fertig ist. Das zweite ist natürlich Apfel-(wahlweise Kirsch/Pflaumen-)Streuselkuchen.

“Nudelsalat aus Nichts”

500 gr. Pasta
Becher saure Sahne
1 Zitrone
1 Glas Kapern
Olivenöl

Option: + 1 geräucherte Forelle/halber Blumenkohl oder Ähnliches.

Zubereitung: Pasta al dente kochen, saure Sahne, Schuss Olivenöl, Zitronensaft nach Gusto und Kapern dazugeben. Umrühren. Abschmecken mit Salz und Pfeffer.

Quark-Apfelstreuselkuchen

Teig:
400 gr. Mehl
120 gr. Butter
1 Würfel frische Hefe
1 Ei
180 ml Milch
1 TL grob geriebene Zitronenschale

Streusel:
200 gr. Mehl
100 gr. Zucker
150 gr. Butter
Zimt (optional)
(Mischung im Kühlschrank zwischendurch kalt stellen)

Belag:
1 kg Äpfel geschält und klein geschnitten
250gr. Sahnequark

Dies ist das Grundrezept, das natürlich noch abgewandelt und verfeinert werden kann. Wie man den Hefeteig zubereitet sollte klar sein; Zitronenschale mitkneten. Nach dem Gehenlassen auf dem Blech verteilen, den Quark darauf geben, die Apfelschnitze anordnen. Streusel auf dem Kuchen verteilen. In den Ofen bei 200 Grad ca. 35 – 40 min backen.

Extra-Rezept (von Phillip Haffner): Rosmarin-Gin

1 Flasche Gin (nicht der teuerste!)
2 Zweige Rosmarin

Zubereitung: Rosmarin-Zweige in die Flasche stecken, diese an einen dunklen Ort stellen, drei bis vier Tage warten, umfüllen oder Zweige herausnehmen. Ausschenken. Gut mit Eis.

Catering Team ★★★★  Starsalate

 Foto: Ulrike Stöhring

Erster Tag: Gegen 15 Uhr fuhr das Auto vor: Die Damen Ulrike Stöhring und Agnes Sioda de Vito sowie der Chefkoch des Ganzen, Michael Pelke entstiegen dem Gefährt. Vier große Schüsseln wurden heraus balanciert und auf dem langen Tisch angerichtet. Datscha-Radio dankt Euch aus vollem Herzen (und Bauch)!

Das obige Bild ist dem Album von Frau Stöhring entnommen und zeigt drei völlig andere Gerichte aus der Küchenkunst des Herrn Pelke (Die Schüsseln sind aber die gleichen) ! Wir hatten es so eilig mit dem Essen, dass es keine Fotos davon gibt…

  • Meine Empfehlung ist der Rote-Beete-Salat: Unglaublich gut! PDF_Rezept: pelke_relish
  • Der Kartoffelsalat: Die Bockwürste sind optional, klar. PDF_Rezept: pelke_kartoffel
  • “Der grüne Salat, der nicht zusammenfällt: Kann ich bestätigen, er fällt nicht zusammen und man kann ihn auch am nächsten Tag noch essen. PDF_Rezept: pelke_salat
  • Ebenfalls sehr zu empfehlen: Der Gurkensalat mit zerstoßenen Knoblauch und Ingwer! PDF-Rezept: pelke_gurken

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Waldmeisterbowle… und wie sie gemacht wird

 

 

 

 

 

Übersetzung folgt

Most interesting question I found myself asked when serving the “Waldmeister-Bowle”: “Now, is it poisenous? Will I see things different?” My usual answer: “No, it is not. And well, if you start seeing tiny green ladies in the grass waving their flower-shaped umbrellas at you… this is something which might just happen.”

Procedure of preparation:

  • Pick the plant in late April/early May
  • Let it wilt in the sunshine (important!)
  • Bundle it up
  • Prepare a solution of sugar in hot water (500 ml at least)
  • Put the bundles in with their stalks turned up.
    (This keeps the most part of the coumarin out, whereas the aroma seeps into the sugary solution)
  • Let rest for at least 3 hours or overnight
  • Strain the essence (with a coffee filter or similar)
  • Pour it into a small bottle or decanter for immediate use.

The pictures in the gallery illustrate the above.

For the cold punch you need:

  • 200-350 ml of woodruff essence
  • 2 bottles of dry white wine
  • 1 bottle of sparkling water

… to be refilled according to the wishes of your guests.

Botanical info:
Galium odoratum
 syn. Asperula odorata, is a flowering perennial plant in the family Rubiaceae, native to Europe, North Africa and Western Asia. A herbaceous plant, it grows to 30-50 cm (12-20 ins.) long, often lying flat on the ground or supported by other plants. Its vernacular names include woodruffsweet woodruff, and wild baby’s breathmaster of the woods would be a literal translation of the German Waldmeister. It owes its sweet smell to the odiferous agent coumarin, and is sometimes used as a flavoring agent due to its content of this chemical.
(Wikipedia)

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Fresh Music for Rotten Vegetables Fruit von und mit Karl Heinz Jeron

Im Garten ist längst das erste Fallobst zu Boden gegangen. Auf den Kompost damit? Auch gut. Aber eigentlich eine echte Verschwendung. Denn in jedem der angefaulten Äpfel, in jeder der wurmstichigen Pflaumen steckt ein musikalisches Talent.
Wie es hervorzulocken ist, zeigt uns Karl Heinz Jeron.

Sein Projekt “Fresh Music For Rotten Vegetables” ist eigentlich für die Wegwerfgesellschaft in der Stadt entstanden: Wer an einem seiner Fresh Music-Workshops teilnimmt, wird erst einmal dazu aufgefordert, im Supermarkt die Rohstoffe zu besorgen. Aber eben nicht in der Gemüseabteilung. Sondern dort, wo das alte Gemüse landet, das keiner mehr kaufen will. Das allerdings, nebenbei bemerkt, in der Regel nicht nur noch essbar, sondern in jeglicher Hinsicht geniessbar ist. Auch akustisch, wie später dann noch zu hören ist. Also, ab in den Discounter um die Ecke. Auf den Markt. Zum nächstgelegenen Restaurant. Oder zum Nachbarn. Notfalls wird in der eigenen Küche nachgeschaut. Doch umso besser, wenn man gleich andere ins Gespräch über das für gewöhnlich eher schnöde Schicksal der verschmähten Nährstofflieferanten verwickeln kann.

Für den Datscha-Radio-Garten – dessen Bäume und Beete uns so gut mit Vitaminen versorgen, dass sich der Import von Fremdobst und -gemüse eigentlich eh verbietet – wird das Konzept elegant adaptiert: Bei den Gartennachbarn nach Fallobst fragen. Und welches im Datscha-Radio Garten sammeln. Obst, denn faulendes Gemüse hat der Datscha-Garten derzeit nicht zu bieten. Und die prächtige Zucchini, die Frau Schaffnerin gerade aus dem Beet geholt hat, soll ohne musikalisches Vorspiel in den Kochtopf kommen – Faulstellen? Fehlanzeige. Schade eigentlich.

Jedenfalls, nun kann es losgehen! Denn alle anderen Zutaten hat Karl Heinz Jeron mitgebracht. Und zeigt nun allen, die immer schon mal dem Ersten Wiener Gemüseorchester Konkurrenz machen mit Obst eine flotte Combo aufbauen wollen, wie das Ganze funkt…

Während Karl Heinz Jeron Äpfel aufschneidet, Pflaumen platziert und alle geeigneten Kandidaten mit jeweils einem Zink- und einem Kupferstäbchen präpariert, verdrahtet und mit Lautsprechern versieht, fragen wir natürlich wissbegierig nach, was er da macht, zu welchem Behufe und mit welchen Resultaten – wobei man Letzteres inzwischen auch schon hört: Tatsächlich, das Obst bringt Klänge hervor. Selbstredend nicht, weil die Maden darin zu singen beginnen.

Vielmehr versorgt es die einfache Schaltung mit Strom: Jede Frucht fungiert als kleine Batterie (ein Bauprinzip, das die meisten mal im Physikunterricht kennengelernt resp. mit einer Zitrone selbst ausprobiert haben werden – indes KH Jeron versichert, dass es am allerbesten mit Kartoffeln funktioniert).

Parallel und in Serie geschaltet wächst Stück um Stück die Obstbatterie zu einem veritablen Orchester heran. Irgendwann wird auf dem Tisch die Musik so laut, dass wir unser Gespräch – das sich derweil um die Idee von Punk (der Titel der Arbeit ist immerhin eine Hommage an Dead Kennedys und ihr legendäres Debütalbum “Fresh Fruit for Rotting Vegetables”, wozu seine Datscha-Garten-Version gleich doppelt passt), um Post-Indusrial (als Intro haben wir nicht Dead Kennedys, sondern Throbbing Gristle gespielt), um Aleatorik (John Cage, der als begeisterter Koch auch sonst sehr gut ins Tischgespräch passt), um Do It Yourself, Recycling, Batterien und um verrottende Daten, Hard- und Software drehte – schliesslich dimmten und die Bühne ganz fürs Orchester freigaben.

Auch Obst-Batterien geht irgendwann einmal der Saft aus. In diesem Fall gerade rechtzeitig zum Ende der Sendung. Und während bei Datscha-Radio das nächste Programm in den Äther geht, macht sich Karl Heinz Jeron daran, Frau Schaffnerins Riesen-Zucchini in ein leckeres Abendessen zu verwandeln. (Ja, kochen kann er auch. Und wie gut! Nicht nur im Rahmen seiner Kunstprojekte, wie wir jetzt wissen…)

Ein riesengrosses Dankeschön an Karl Heinz Jeron für seinen radiophonen Live-Workshop zu “Fresh Music for Rotten Vegetables Fruit”, das Tischgspräch und das köstliche Abendmal im Datscha-Radio-Garten.

Karl Heinz Jeron lebt und arbeitet als Künstler in Berlin. Mehr über “Fresh Music For Rotten Vegetables” und weitere Projekte auf den Heimseiten von Karl Heinz Jeron.

[Bildchen: Gerade mal fünf von (sic) mehr als hundert. Wenn wir die mal alle bearbeitet und sortiert haben, gibt’s auch noch eine richtige Galerie… – VK cc-by-nc-sa]

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Reboot.fm: Vorbereitungen II. Die Gartenarbeit beginnt

Reboot.fm : Die Gartenarbeit beginnt

Eine Reihe warmer Tage… Die Ernte der Pflaumen und Äpfel übernahm Pit Schultz, deren Verwandlung in Kuchen und Apfelmus geschah durch mich. Diana McCarty pflückte die Tomaten. Heath Bunting besorgte das Feuer,  Tanja Ostojic sammelte Salbeiblätter und ihr Sohn Leonard spielte derweil mit rauchenden Stöckchen. Wir hatten Steaks und Würstchen und sprachen über Kunst, Radio und Blumen.

 

 

 

 

 

 

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