Datscha Radio Logo
Archive
_2012_DR

Archiv Datscharadio 2012

Würstchen, Salate, Gespräche und Punch

Noch im Bus auf dem Weg zum Garten kam der Regen in Strömen herunter…

Wenig später gab es doch sonnige Momente und wir konnten unseren Kaffee im sanften Nachmittagslicht unter dem Apfelbaum trinken. Gegen 5 kamen die ersten Gäste, der Grill wurde angezündet und wir hatten eine prima Party!

Ein herzlicher Dank an allgirls berlin art, Anna Bromley, Michael Fesca, Niko Gerszewski, Karl Heinz Jeron, Ulrike Stöhring, Matthias Scheliga, reboot.fm…und alle anderen, die so mutig waren zu kommen!

 

 

 

 

 

 

 

 

Read More

Pommersche Gurken

 

 

 

 

 

Unser Gartennachbar aus der Parzelle 488 vertraute uns das Gurkenrezept seiner Mutter an. Hier der O-Ton:

Pommersche Gurken

 

 

Read More

Radioküche

Die Datscha-Radioküche: ein weites Feld… auf dem verstreut Äpfel, Kirschen, Pflaumen, Zuccini, Möhren, Tomaten und Mangold sich mit Nudeln, Brot und Bratwürsten ein mehr oder weniger experimentelles Stelldichein geben. Ohne dass Kochen immer gleich als Kunst hochgejubelt werden muss, gibt es wie beim Radiomachen Rezepturen, die aus dem Vorhandenen heraus improvisiert werden, und es gibt Arbeiten, die unsichtbar bleiben… bis das Essen eben auf dem Tisch steht.

Eine der wichtigsten “unsichtbaren” Arbeiten unserer Radioküche war das Äpfelschälen! Und ebenso unverzichtbar: Der Abwasch zwischendurch. Großer Dank hier an Phillip Haffner, den reizenden Praktikanten von reboot.fm, Antonia Puscas, Heike Puschel und Wolfgang Kriener!

Sehr sichtbare Arbeiten: Das grandiose Eröffnungscatering des Teams Stöhring/Pelke/de Vito mit schwäbischem Kartoffelsalat und drei anderen, hochinteressanten Salatkombinationen. Dazu die unschätzbar hilfreiche Unterstützung durch KH Jeron in Sachen Gemüsesuppe, “Apple-Crumble”, Abwasch und Ordnung und Dank an Michelle Teran für ihre Apfelwalnuss-Tarte und an Diana McCarty für Tomatensalat.

Die raffinierten Star-Salate des Eröffnungs-Catering-Teams im Anschluss  ★ !

 

 

Hier zunächst die zwei Elementar-Rezepte der Radioküche, von denen zumindest das eine, der “Nudelsalat aus Nichts” innerhalb von 10 min fertig ist. Das zweite ist natürlich Apfel-(wahlweise Kirsch/Pflaumen-)Streuselkuchen.

“Nudelsalat aus Nichts”

500 gr. Pasta
Becher saure Sahne
1 Zitrone
1 Glas Kapern
Olivenöl

Option: + 1 geräucherte Forelle/halber Blumenkohl oder Ähnliches.

Zubereitung: Pasta al dente kochen, saure Sahne, Schuss Olivenöl, Zitronensaft nach Gusto und Kapern dazugeben. Umrühren. Abschmecken mit Salz und Pfeffer.

Quark-Apfelstreuselkuchen

Teig:
400 gr. Mehl
120 gr. Butter
1 Würfel frische Hefe
1 Ei
180 ml Milch
1 TL grob geriebene Zitronenschale

Streusel:
200 gr. Mehl
100 gr. Zucker
150 gr. Butter
Zimt (optional)
(Mischung im Kühlschrank zwischendurch kalt stellen)

Belag:
1 kg Äpfel geschält und klein geschnitten
250gr. Sahnequark

Dies ist das Grundrezept, das natürlich noch abgewandelt und verfeinert werden kann. Wie man den Hefeteig zubereitet sollte klar sein; Zitronenschale mitkneten. Nach dem Gehenlassen auf dem Blech verteilen, den Quark darauf geben, die Apfelschnitze anordnen. Streusel auf dem Kuchen verteilen. In den Ofen bei 200 Grad ca. 35 – 40 min backen.

Extra-Rezept (von Phillip Haffner): Rosmarin-Gin

1 Flasche Gin (nicht der teuerste!)
2 Zweige Rosmarin

Zubereitung: Rosmarin-Zweige in die Flasche stecken, diese an einen dunklen Ort stellen, drei bis vier Tage warten, umfüllen oder Zweige herausnehmen. Ausschenken. Gut mit Eis.

Catering Team ★★★★  Starsalate

 Foto: Ulrike Stöhring

Erster Tag: Gegen 15 Uhr fuhr das Auto vor: Die Damen Ulrike Stöhring und Agnes Sioda de Vito sowie der Chefkoch des Ganzen, Michael Pelke entstiegen dem Gefährt. Vier große Schüsseln wurden heraus balanciert und auf dem langen Tisch angerichtet. Datscha-Radio dankt Euch aus vollem Herzen (und Bauch)!

Das obige Bild ist dem Album von Frau Stöhring entnommen und zeigt drei völlig andere Gerichte aus der Küchenkunst des Herrn Pelke (Die Schüsseln sind aber die gleichen) ! Wir hatten es so eilig mit dem Essen, dass es keine Fotos davon gibt…

  • Meine Empfehlung ist der Rote-Beete-Salat: Unglaublich gut! PDF_Rezept: pelke_relish
  • Der Kartoffelsalat: Die Bockwürste sind optional, klar. PDF_Rezept: pelke_kartoffel
  • “Der grüne Salat, der nicht zusammenfällt: Kann ich bestätigen, er fällt nicht zusammen und man kann ihn auch am nächsten Tag noch essen. PDF_Rezept: pelke_salat
  • Ebenfalls sehr zu empfehlen: Der Gurkensalat mit zerstoßenen Knoblauch und Ingwer! PDF-Rezept: pelke_gurken

Read More

Waldmeisterbowle… und wie sie gemacht wird

 

 

 

 

 

Übersetzung folgt

Most interesting question I found myself asked when serving the “Waldmeister-Bowle”: “Now, is it poisenous? Will I see things different?” My usual answer: “No, it is not. And well, if you start seeing tiny green ladies in the grass waving their flower-shaped umbrellas at you… this is something which might just happen.”

Procedure of preparation:

  • Pick the plant in late April/early May
  • Let it wilt in the sunshine (important!)
  • Bundle it up
  • Prepare a solution of sugar in hot water (500 ml at least)
  • Put the bundles in with their stalks turned up.
    (This keeps the most part of the coumarin out, whereas the aroma seeps into the sugary solution)
  • Let rest for at least 3 hours or overnight
  • Strain the essence (with a coffee filter or similar)
  • Pour it into a small bottle or decanter for immediate use.

The pictures in the gallery illustrate the above.

For the cold punch you need:

  • 200-350 ml of woodruff essence
  • 2 bottles of dry white wine
  • 1 bottle of sparkling water

… to be refilled according to the wishes of your guests.

Botanical info:
Galium odoratum
 syn. Asperula odorata, is a flowering perennial plant in the family Rubiaceae, native to Europe, North Africa and Western Asia. A herbaceous plant, it grows to 30-50 cm (12-20 ins.) long, often lying flat on the ground or supported by other plants. Its vernacular names include woodruffsweet woodruff, and wild baby’s breathmaster of the woods would be a literal translation of the German Waldmeister. It owes its sweet smell to the odiferous agent coumarin, and is sometimes used as a flavoring agent due to its content of this chemical.
(Wikipedia)

Read More

The Paradise Hour | Die Paradies-Stunde

24. August. 13-14 Uhr

 H. Bosch: Paradiesgarten

Es ist klar, dass kein Wort über den Garten verloren werden kann, ohne die Idee des Paradieses mitzudenken. Datscha-Radios “Paradise Hour” kombiniert das Hörspiel von Georg Klein “Peregrinatio Paradiso” mit einem Text des Berliner Schauspielers und Autoren Matthias Scheliga und dem Hörstück “Jarman’s Garden” der britischen Radiokünstlerin Sherre Delys zu einer Stunde, die das Ohr verborgene Pfade wandeln lässt. Diesseits wie jenseits des “umzäunten Gebiets”, das so unendlich viele Fiktionen an sich bindet.

 

Peregrinatio Paradiso

von Georg Klein. 36:06 min.

“Paradiesvorstellungen gibt es seit alters her in allen Kulturen und sind meist mit einer Gartenphantasie verbunden. Im Zentrum des Hörstücks von Georg Klein steht nun eine alte, aber geradezu revolutionäre Paradiesgartenvorstellung: das “Goldene Zeitalter” aus Ovids Metamorphosen, gelesen von Angela Winkler im Stil einer Leseprobe, mit persönlichen Kommentaren und Deutungen. Hier wird ein Zustand beschrieben einer Gesellschaft ohne jeden Zwang, ohne jedes Gesetz, ohne Gewalt und selbst ohne jede Zurichtung gegenüber der Natur – ein Garten, der sich selbst überlassen ist, ohne ‘kultivierende’ Eingriffe, von dessen natürlichem Reichtum die Menschen leben. Und während das Paradies in der Vorstellung fast aller Religionen ein zugangskontrollierter und zudem hierarchisch strukturierter Bezirk ist, ist es bei Ovid ein Garten frei für alle, ohne jede Abgrenzung nach aussen und ohne jeden Zwang nach innen – und mit einem Menschenbewohner, der diesen paradiesischen Zustand auch respektieren kann. Eine politische Utopie, die als Rückerinnerung, als vergangenes Zeitalter erzählt wird.

Dem gegenüber treten heutige Paradiesvorstellungen von Menschen, die eine ganz andere Wahrnehmungswelt haben als die große Mehrzahl: Blinde und Taubblinde. Die Frage, was sie unter “Paradies” verstehen, führt überraschenderweise zu ähnlichen Antworten wie bei Ovid, auch wenn sie als eine wilde Vorstellung gelten: der Urwald. Insbesondere von den Menschen, die blind und taub sind (und mit denen die Interviews in sehr langwierigen Verständigungs- und Übersetzungsprozessen geführt werden mussten), ist die Ablehnung der gegenwärtigen Gesellschaft zugunsten einer Welt ohne Menschen geradezu verstörend.

Und beide Vorstellungen sagen damit mehr über unsere irdische Welt aus als über eine jenseitige, unerreichbare Paradieswelt.” (Georg Klein)

Papapara dies & das

Ein Text von Matthias Scheliga, gelesen von ihm selbst. 9:48 min,

(…) Adam ist der Gärtner seines Gartens, den er nie verloren hat, sagen die Anderen. Ein Schwerenöter und Schluckspecht. Ein Laubsauger. Ein Katzenflüsterer. Ein Akkumulator. Ein schwarzes Loch, von dessen ausgeleiertem Ereignishorizont referenzlose Informationsfetzen über den Staketenzaun wehen. Ein solipsistischer Wortverlierer. Ein Katzenquäler, der sich selbstbesoffen im Kreise dreht, bis seine ausgestreckte Hand (bei gebeugtem Arm würde die Katze eingesogen, ich weiß) sich öffnet und den Katzenschwanz der Fliehkraft überlassen muss, so dass der pelzige Wortbalg jenseits des Zaunes auf den Trottoir schlägt und in mehrere gequälte Laute zerplatzt, deren Zughörigkeit zur Hyperkatze allenfalls noch an der Fellfarbe zu erkennen ist. Eine Zatke vielleicht gewesen oder ein Zaket. Vielleicht ein Aztek. Daneben ein paar Apfelkerne. Zusammenrottungen von Bespritzten jenseits des Zauns. Gemeint Gewesene, Betroffene, Durchtränkte. Erinnernde. Koinzidenzen.

Ich glaube, Misstrauen ist an dieser Stelle vonnöten. Gegenüber den Katzenmusikern, den Cidre-Trinkern, den Kernkompetenten, den Zaungästen, Paradiesvögeln und Gartenarchitekten, den Spottgöttern und Gottspöttern und gegenüber allen ungewaschenen Zungen, die von fremden Gaumenzäpfchen Laute klöppeln, und gegenüber Ave, geborene Maria und kabbalistisches Palindrom von: … Vea, genau.

Fragen wir doch einen Stotterer. Einer der ganz großen Stotterer – Pessoa – hat gesagt: Ich bin der Zwischenraum zwischen dem, was ich bin und dem, was ich nicht bin. Ich bin zwei Abgründe – ein Brunnen, der den Himmel anstarrt. (…)
(Auszug)

Jarman’s Garden

von Sherre Delys. 14:49 min

Derek_Jarman's_gardenk

Derek Jarman’s Garden,Prospect Cottage, Dungeness, Kent. Photograph taken by User:Jasper33 (Quelle: Wikipedia)

At first sight, Dungeness looks an inhospitable place. On the afternoon we visited the tide was going out. There were crumbling boats, and there was red-brown metal strewn across the landscape. A mood of rusted melancholy. Later the moon came and cast a silver path across the waves.

It is here that film-maker Derek Jarman made his final home – in a bleak expanse of shingle that faces the nuclear power station in Dungeness, Kent. A fisherman’s cottage he found while searching for a bluebell wood to super-8 for his film, The Garden. Black varnished with bright yellow window frames.

He put Dungeness at right angles. Circles of flints, shells and wind-twisted wood. Sculpture from old tools, seashore-rusted metal, and other beachcombed treasures. Geometric plantings of seakale.

Derek left the garden to Keith. Keith left London and the film world he and Derek shared, and moved to Prospect Cottage to till the garden. Keith says he is held by the silence. He has become a fisherman, and goes out on the boats.

Time passing; Jarman’s love of artifice; the ordering of nature -these were some of the ideas Chris Abrahams and I discussed. A piano mimics the chime of a clock whose habitual intervals Derek modified. And what are the second, the minute, and the hour, but a painting of time? The regular rhythm of hands at the keyboard pulls against the periodic tides recorded under a Dungeness moon. And what is sound, but waves?” (Sherre Delys)

 

Read More

Das Morgenfeld

Das Morgenfeld wird von 9-10 h gesendet und speist sich wie die Nachschleife _ mit wenigen Ausnahmen – aus den Einsendungen des OpenCalls. Ausgewählt sind längere Stücke, Feldaufnahmen oder auch zusammenhängende Features, sowie Stücke, die uns erst nach dem 18. August erreicht haben.

Morgenfeld I

L’occio di Moiré von Gea Brown. 29:17 min

“This audio work is the soundtrack realized for “L’occhio di moiré”, a videoart work by Jacopo Racklik, where the video camera’s eye becomes such a third eye of our mind which goes deep into a tangled brushwood and records an endless proliferation of images.”

Zepelim Plant Conciousness and Communication von Carlo Patrao. 30:45 min

“We’ve all heard about the experiments documenting how plant growth is affected by different genres of music. What we know less about are the experiments conducted all over the world that suggest that plants have a form of communication and almost pyschic perception of human intention and the events that occur in their immediate environment. This sound collage is composed of music made by codification of plant DNA, talking to plants, bioelectronic sensorial music, field recordings with contact mics, solar powered music, plant comunication and music inspired by plants.”

Morgenfeld II

Die Gärten der Riesen | The Giant’s Gardens
Ein morgendlicher Klangspaziergang durch (un)sichtbare Gärten | A morning soundwalk through (in)visible gardens.

Ausgegraben von Alba, dem inversen Kanin aus miss.gunsts Time Bending Clock Gartenradio-Archiv | Digged by Alba Inversa the inverse rabbit from miss.gunst’s Time Bending Clock Garden Radio Archive

Morgenfeld II Special: Der Gesang der Endivien

 

 

 

 

 Foto: Alice Calm

Eine Stunde mit Kompositionen von Alice Calm. Natur, Electronica, Gedichte.

Alice Calm fait ses études musicales au Conservatoire de Toulouse et suit parallèlement des cours à la faculté de Toulouse le Mirail où elle obtient une Maîtrise de Musicologie en 1990. Depuis 2000, elle est professeur de piano au Conservatoire de la ville de Meyzieu. 

Elle a repris des études dans le domaine de la composition à l’Université Lyon 2 où elle obtient un Master Pro de Musiques appliquée aux arts visuels en 2008 et obtient un Diplôme d’Etudes Musicales dans la classe de musique électroacoustique de Bernard Fort à L’Ecole Nationale de Musique de Villeurbanne en décembre 2010.

Elle  affectionne particulièrement les interactions entre les différentes pratiques artistiques : musique, théâtre, danse, peinture, vidéo… et réalise des pièces aux destinations diverses. (http://www.alicecalm.com)

Playlist: Playlist_Alice Calm

Morgenfeld III

Dakar Morning BirdsDinah Bird and Jean Philippe Renoult. 32:43 min

“In March 2010 we were invited on an artistic residency in the Senegalese capital Dakar. In the closed garden of the villa where we were staying each morning at around 5am one particular bird call woke us up, with its distinctive repetitive cry, and so we began to wait for it. We lay awake listening as the city  woke up around us. In this recording you can hear the layers of natural and manmade noise gradually building up,  punctuating  the roar and hum of the commuter traffic and the planes overhead, with other birdsong, and the sound of  the muezzin calling to prayer somewhere in the distance.
This is not supposed to be a sonic tagging of the local flora and fauna, more a progressive discovery of a corner of the polluted capital heard behind the closed walls of a city garden.”

Canopy Beat. Els Vienae. 27:53 min

Field recordings recorded in primary forest in Amazonia.
Els Viaene (°1979, Belgium) started her work as a sound artist / field recordist in 2001. With a set-up of two small microphones she listens, zooms into and enlarges the aural landscapes surrounding us. The natural rhythms and textures of the sounds hidden in those landscapes form the basis of her work.

Morgenfeld IV

Apiculteur. Samuel Mittelman. 1:06:04 std.

« Ce sujet rend compte de la relation à mon père, apiculteur dans les Corbières et son milieu profes- sionnel, ceci durant le temps d’une saison apicole. Aux ruches, mon père me parle d’une manière parti- culière, celle d’un père à un fils, avec de la douceur et un désir de communiquer sa passion et ses pro- blèmes, auquel je réponds par cette création radiophonique. »

Morgenfeld V (Classical)

Dieses Morgenfeld ist – sehr frei – in Richtung “klassischer Musik” interpretiert worden. Neben Stücken von Bach, Wolfgang Rihm, Terry Riley, Steve Reich und Iiro Rantala, sind folgende OpenCall-Tracks enthalten:

Bruchstücke 4, Suleika page 1 und Sukeika page 2 von William Engelen

“Alle Kompositionen sind enstanden in 2003, anlässlich meiner Ausstellung im Aachener Kunstverein. Ich habe für den Aachener Stadtgarten 5 Kompositionen geschrieben, die dort an einem Abend live zu hören waren. Die Zuhörer konnten durch dem Park spazieren gehen und an 5 Orte anhalten um die Kompositionen zu hören. Anschliessend wurden sie im Kunstverein ausgestellt.”

My Parent’s Garten. Attila Fias & John Kameel Farah. 7:52 min.

“I started off composing “My Parents’ Garden” by trying to capture memories of a dreamlike garden from childhood – I remember that my father’s tomato plants in the backyard were taller than me, and the zucchini plants looked like big octopuses. So in this piece, lush and graceful motifs reflect onto each other between the two pianos.

But while writing, the Gulf of Mexico oil spill occurred, and Attila was composing a piece called “Warning” that dwelt on this tragedy, so it progresses from a backyard garden to the grandeur of the sea and mountains, some of that dark undertone seeped over into the sounds of this piece as well.”

In the Forest von Mark Matthes. 4:49 min.

Geb. 1976 in Hamburg; lebt und arbeitet in Leipzig. 1982 – 2002 Schüler bei Arthur Cardell, Mike Rutledge & div. Jugendorchester seit 1995 Bands & Projekte seit 2004 Kammerorchester Mark Matthes.

Live Oak Sable Palm und Northern Red Oak Leaves. Michael Gatonska. 5:17 min.

Gatonska on the Red Oak: “This is the first in a series of soundscapes that I captured of a Northern Red Oak tree. Recorded in very early spring, the dry dead leaves of the red oak still remain affixed to their branches. In winds of varying speeds, the leaves create a rhythmic and musical rustling that increases and decreases in sound-activity-intensity and dynamic levels as the leaves react to wind/meteorological conditions. I hear this soundcape as a single and distinguishable sound, even though the partials are nonharmonic; a percussive effect with no clear pitch, but clearly identifiable and characteristic of the red oak during this time of year in New England.”

Vollständige Playlist: Morgenfeld5

Morgenfeld VI

(wird ergänzt)

Morgenfeld VII

Das siebente Morgenfeld bezieht vor allem die späteren Einsendungen von Anna Bromley, Sally Mc Intyre und Gregor Kielawski mit ein, sowie einen Ausschnitt aus Michael Peters “Crickets” (Archiv gruenrekorder).

Dandenongs3 10:28 RadioCegeste/Sally Ann Mcintyre
gesang 1:58 Grzegorz Kielawski
now_fragment 15:35 Sandra Cuesta
1_7_(datum) 2:32 Grzegorz Kielawski
alte hasen 7:00 Bromley / Fesca
27_7_(datum) 6:46 Grzegorz Kielawski
sonic neighbours 7:00 Bromley  / Fesca
Crickets_excerpt 9:27 Michael Peters
8_16_(datum) 3:01 Grzegorz Kielawski

Infos:

Now (Fragment)Sandra Cuesta. 15:35

“Looking the garden from another side and leaving us in time, we can lose ourselves in the current. If the world is in a garden, we are already out there. The song said : “the color you said is black, the color that supposedly lacked. Sitting in the line of the sun, sitting in the sun, watching the garden from the other side, now it’s working in your blood.”

“My work here is related to time, a continuous time, which is drawn on a line ,as in the path of a tie in a knot on another node, which returns on itself to return to the path traveled and from there take a new impulse, in another direction, making visible that over time the permanent is change.”

Alte Hasen und Sonic Neighbours von Anna Bromley und Michael Fesca. Je 7:00 min.

Zu: “Alte Hasen” (Parzellengenosse): “Eine auditive Komödie mit Gartennachbarn des Kleingartenvereins “Am Turnplatz” in Wildau. 7 min”

Über  Grzegorz Kielawski (“Musikproben”):

Grzegorz Kielawski, geb. 1981 in Wałbrzych, seit 2005 in Wien; freier Mitarbeiter der Kunst- und Literaturzeitschrift Zeitzoo, GAV-Mitglied, Übersetzer, Autor und Fotograf. Zuletzt erschienen: So wie du kann jeder aussehen. Erzählungen und Fotografien (edition exil), Glücksausmaß in Ton. In: Glück und Schwein (Das fröhliche Wohnzimmer), Küss mich, ich bin ein Pole. In: Mein Leben mit 20 (Das fröhliche Wohnzimmer).

 

Read More

Nachtschleife 4: FarAwayGardens

 

 

 

 

 

 Foto: soundwalk collective

 

 

 

Diese Nachtschleife ist Gegenden gewidmet, die nicht gerade zu unseren gemäßigten Breiten gehören: Regenwald, Wüste oder Prairie. Doch keine Regel ohne Ausnahme: Auch wenn Frankreich und England nicht gerade so exotisch scheinen, haben wir doch aus poetischen und allgemeinen Gründen die Schleife erweitert um: einen Dachbienenstock, das Portrait eines französichen Bienenzüchters und einen Spaziergang durch den Küstengarten Derek Jarmans. Außerdem: Eine Radio-Show zum Thema Pflanzenbewusstsein und -kommunikation von Carlo Patrão.

Ein absolutes Highlight ist der  “Ayahuasqueros” Soundwalk, der uns freundlicherweise von Josie Holtzman, soundwalk collective NY,  zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank!

Ayahuasqueros. Aufnahmen aus dem Amazonas, Peru, 2012
A RADIO ESSAY BY JEREMY NARBY
In Zusammenarbeit mit Francisco Lopez
Mit Victor Nieto und Ushamano Walter Martinez

Kurzes Video hier:
http://vimeo.com/44449271

Die KomponistInnen der FarAwayGarden-Schleife sind: Jaydea LopezCarlo Patrão, David Assoline, Samuel Mittelman, Jonathan Prior, Jeremy Narby, Stateimpact Texas (Report on How To Grow Tomatoes in the Desert), Sherre Delys sowie eine anonym bleibende puertorikanische Schreieule.

Playlist: playlist_faraway

 

 

 

Read More

Der letzte Tag

 

 

 

 

 

 

Der letzte und achte Tag Datscha-Radio stand unter dem Stern des “Quattroflex”: Der Hamburger Multi-Instrumentalist Hannes Wienert packte seinen Koffer aus und stellte dem staunenden Publikum neben dem Muschelhorn, koreanischen und japanischen Oboen und der chinesischen Sheng den “Quattroflex” vor. Hier handelt es sich um eine Abart des handelsüblichen Gartenschlauchs, der sich im Inneren durch eine vierfache Rillung auszeichnet. Der Ton erhält eine besondere Schwingung, die “elektronisch” anmutet. Wienert versieht seine Schläuche und Hörner mit den Mundstücken diverser Saxofone und schafft so eine neue Gattung von “Hybridinstrumenten”.
Die Ehrengäste von Datscha-Radio waren an unserem letzten Tag der Vorsitzende der Garten- und Siedlergemeinschaft “Einigkeit”, Werner Bär und seine Frau. Ein halbes Blech von KH Jerons Apfelkuchen wurde aufgetischt. Als weiterer Gast kam Ralf Härtl, der Veranstalter des Rosenthaler Herbstfestes, und sprach einen Beitrag zur Geschichte des Dorfes Rosenthal, dass nunmehr 812 Jahre zählt… und damit nachweislich älter ist als die Stadt Berlin selbst, in die es um xxx eingemeindet wurde. Dazu hörten wir “die Hymne Rosenthals”! Zu unserer großen Freude erklärte sich auch Herr Bär bereit, einige Worte zur Situation der “Einigkeit” über den Äther zu schicken und abermals auf die Wichtigkeit dieser größten Gartenanlage Berlins hinzuweisen, die ja auch die Heimstatt von Datscha-Radio ist. Und wir hatten Gelegenheit, ihm noch einmal für seine Unterstützung in Wort und Tat allerherzlichst zu danken. Denn sowohl das Zelt, das uns und unsere Gäste beschützte als auch die Bänke und Tische, an denen wir tafelten, musizierten und feierten, wurden uns vom Vereinshaus zur Verfügung gestellt. Zusammen mit dem Ehepaar Liebram, das die Heimatstube im Alten Landhaus verwaltet, unserer Redakteurin Diana McCarty und der Datscha-Radio-Künstlerin Frau Puschel ergab sich eine lockere Runde mit Kaffee und Bierchen und der Apfelkuchen schmolz dahin.

An dieser Stelle sei nun auf das besondere Phänomen der gepflückten, auf dem Tische ruhenden, der verschwundenen und der neu aufgetauchten Tomate hingewiesen (die bei genauerer Betrachtung auf allen Fotos sichtbar ist), das uns vom ersten bis zum letzten Radio-Tag begleitete : Die Tomaten waren stets in aller Munde, verbal oder vegan, sie gingen durch alle Hände, sie flogen durch die Luft, sie fielen von den Sträuchern, und sie endeten entweder in der Schüssel oder sofort im Magen. Sie lösten sich auf und erschienen wieder, in einem Körbchen von Peter überreicht oder in der Hand Dianas, wo sie sich in kleine rote Vögel verwandelten um in ihrem Haar zu nisten.

Und da, spät am Abend, die Gäste davongezogen, Herr Wienert auf dem Weg nach Hamburg, der Mond am Himmel und die drei Nachteulen Ihlenfeld, Schultz und McCarty an einem Tisch (Frau Schaffner bereits am Zähneputzen) – UNGLAUBLICH:
Drei echte Nachteulen landeten rings um die Datscha und platzierten sich im Triangel ums Zelt. Eine auf dem E-Mast im Westen, eine im Baumwipfel unserer Kiefer und eine auf der Zwetschge unserer Nachbarn. Also sprachen die Eulen miteinander und unten sprachen die Menschen. Also lachten die Menschen miteinander und oben lachten die Eulen. Und sagten “huuhu” und “iiepie” und “krohoh”. Und “Datscha-Radiohohoho oho”. Dies nehmen wir also mal als Orakel, und dann …

 

 

 

…  feierten wir weiter …

 

 

 

 

… ganz besonders mit unserem Nachbarn Peter Ihlenfeld, dem König der Königinnen der Nacht. Ohne ihn wäre Datscha-Radio nicht möglich gewesen! Großer Dank vor allem hier also an ihn!!!

 

 

Read More